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INWHITETION
2013

Die Sinnlichkeit der Raumerfahrung als Erkenntnisgrundlage, gesellschaftlich, partizipatorischen Handelns.

von Michael Kupfer

Durch die Öffnung des privaten Raums hin zum offenen Raum am Beispiel der Performance „Inwhitetion“, erhält der Raum eine sozialpolitische Dimension a priori. Die dort erlebten Erfahrungen in Kontakt mit der weißen Farbe, der minimalistischen Ausrüstung zum Auftragen der Farbe (Ganzkörperschutzanzug, Handschuhe zum Auftragen der Farbe und weiße Kreidefarbe) und dem physikalischen Raum als solches, sollen nicht nur das ästhetischen Empfinden ansprechen, sondern auch, durch die Handlung an sich, als Grundlage eines neuen partizipatorischen Bewußtseins dienen.

Der Wechsel vom betrachtenden Subjekt, das durch den Raum schreitet, hin zum handelnden Objekt, dass den Raum aktiv gestaltet, soll einen Prozess, sinnlich erfahrbar machen, welcher, jetzt den Akteuren, im Ausstellungsteil, in der Retrospektive, zum erkennenden Subjekt a priori werden läßt. Der Ausstellungsteil zeigt eine Video-Retrospektive der handelnden Objekte, die die zeitliche Dimension des Raums hervorheben und erfahrbar machen.

Die Erweiterung des öffentlichen Raums innerhalb der physikalischen Grenzen wie Wände, Decken und Boden, gibt dem Betrachter den nötigen Schutz um es ihm zu erleichtern aus seiner passiven Rolle hinein in eine aktive, eine handelnde Rolle zu wechseln, Konventionen zu überwinden und letztenendes am folgenden Ausstellungstag in die Rolle des Erkennenden Subjekts zu transzendieren.